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  • AutorenbildFabio Bonolo

Neue Horizonte mit Copilot Studio

Wie ich meinen M365 Copilot mit «Low-Code-No-Cost» erweitert habe 🚀 

 

Die meisten von euch wissen, dass ihr den M365 Copilot in Teams mit euren Business Applikationen wie ERP oder CRM anreichern könnt. Doch um das hinzukriegen, gibt es in Copilot Studio mehrere vielfältige und komplexe Wege. Als jemand, der nie gelernt hat Code zu schreiben und kein dickes Corporate-Portemonnaie zur Verfügung hat, wollte ich herausfinden, wie ich das ohne Codieren und ohne zusätzliche Lizenzkosten hinkriege. 🤔 

 

Copilot Studio hat es mir ermöglicht, mithilfe von Low-Code – bekannt aus der Power Platform – genau diese Ziele zu erreichen. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch auf meine «Low-Code-No-Cost» Journey mitnehmen und euch erläutern, wie ich meinen M365 Copilot in Copilot Studio erweitern konnte. Doch das Wichtigste zuerst: ⬇️ 



Was ist Copilot Studio? 


Copilot Studio ist die Weiterentwicklung von Power Virtual Agents, die euch ein ähnliches User-Interface bietet um Chatbots zu erstellen, aber viel mehr Möglichkeiten eröffnet eure eigene KI zu gestalten. Mit Copilot Studio könnt ihr nicht nur einfache Chatbots erstellen, sondern auch eigene Copiloten oder gar Sprachmodelle (LLM) bauen, die viel komplexere und spezifischere Szenarien abdecken. Ausserdem ist nativ im Tool die Erweiterung eures M365 Copilot eingebaut. 💯 

 

Und hier lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Lizenzmodell: 💰 

  

Copilot Studio Lizenzen

 

Copilot Studio könnt ihr einerseits als Einzellizenz für $200/Monat für die gesamte Umgebung beziehen, und andererseits sind gewisse Funktionalitäten in den M365 Copilot-Lizenzen für $30 pro Benutzer und Monat integriert. Doch was sind die wichtigsten Unterschiede und Merkmale? Ich habe drei identifiziert: 🖥️

 

💡 Mit Copilot Studio könnt ihr zwar eigene Copiloten bauen, aber den M365 Copilot nicht erweitern. Umgekehrt könnt ihr mit der M365 Copilot-Lizenz zwar euren M365 Copilot erweitern, aber keine eigenen Copiloten bauen. 🤖


💡 Premium-Konnektoren der Power Platform müssen üblicherweise lizenziert werden. Wenn ihr aber über Copilot Studio euren M365 Copilot damit anreichern wollt, ist das in den $30 pro Monat integriert! 🔌

 

💡 Dasselbe gilt auch für Dataverse: In einer handelsüblichen Power Platform Umgebung braucht ihr Premium-Lizenzen für diese Datenbank. In einer Copilot Studio Umgebung wird eine Dataverse-Datenbank für beide Szenarien mitgeliefert. 📈





 

Wie könnt ihr Copilot Studio nutzen? 


In Copilot Studio könnt ihr entweder den bestehenden M365 Copilot erweitern oder euren eigenen Copilot von Grund auf gestalten. Ihr könnt in beiden Varianten euren Copilot mit eigenen Themen, Fragen und Aktionen anreichern, um ihn auf eure spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen zuzuschneiden. Eine der grössten Stärken von Copilot Studio ist die Möglichkeit, externe Datenquellen in eure Copiloten einzubinden, um relevante und aktuelle Informationen aus euren Business Applikationen abzurufen, anzuzeigen und damit zu interagieren.


In diesem Blogbeitrag konzentriere ich mich darauf, wie ich meinen M365 Copilot erweitern kann, anstatt eigene Copiloten zu bauen. Ihr könnt dies auf zwei Arten tun: 

 

1️⃣ Microsoft Graph Connectors 

2️⃣ Plugins 

 

Mit Microsoft Graph Connectors könnt ihr externe Datenquellen direkt in den Microsoft-Index integrieren, der wiederum von Copilot genutzt wird, um mit euren Prompts semantische Abfragen zu stellen und die Ergebnisse in einem natürlichen Dialog zu präsentieren. Ihr könnt über das Admin-Center verschiedene Connectors konfigurieren, wie z.B. für Salesforce, ServiceNow, SAP, Jira und mehr. 🔌 

 

Plugins bieten eine andere technische Möglichkeit, externe Datenquellen in Copilot einzubinden. Hier werden die Daten in Echtzeit direkt aus der Business Applikation abgefragt (mit der entsprechenden Authentifizierung, versteht sich 🔒) und die Möglichkeit interaktive Elemente zu konfigurieren, wie z.B. Adaptive Cards, die Aktionen auslösen können. Und genau diese Plugins haben mir in meiner Journey geholfen. Doch Achtung, da warten einige Stolpersteine! ☝🏻 

 


Die 3 Arten von Plugins 


Denn ihr könnt drei verschiedene Arten von Plugins in Copilot Studio erstellen und nutzen. Wichtig ist, dass ihr hier eine gute Auswahl trefft. Die drei Plugin-Varianten sind: 

 

OpenAI Plugins

➡️ Zugriff auf Azure OpenAI Modelle und Plugins 


Teams Message Extensions

➡️ Hard-gecodete Aktionen in Drittapplikation direkt in Teams ausführen 


Power Platform Komponenten

➡️ Zugriff auf Power Automate Flows und (Custom) Connectors

 

Ihr könnt es euch schon denken… mein Weg war Low-Code = Power Platform! Copilot Studio ist nämlich eng mit der Power Platform verbunden, insbesondere deswegen, weil es ja ursprünglich selbst ein Teil der Power Platform war! 😉 Und wenn wir uns nun für die dritte Plugin-Variante entscheiden, müssen wir vorsichtig sein: Denn es gibt sowohl «Conversational Plugins» als auch «AI Plugins», die man mit den Power Platform Komponenten bauen kann und je nach Auswahl zusätzliche Lizenzkosten mit sich bringen. 🫰🏼

 

Es gibt vier Methoden, um AI Plugins zu konfigurieren. Entweder man braucht dafür AI Builder Credits oder eine separate Copilot Studio Lizenz um diese Plugins auch zu aktivieren. Dafür sind diese AI Plugins funktionstüchtig und können auch für den Bau von eigenen Copiloten verwendet werden. Dahingehend befinden sich die «Conversational Plugins» noch im Preview und bringen deshalb einige gewichtige Einschränkungen mit sich. Diese Lösung ist aber komplett kostenfrei (resp. in der M365 Copilot-Lizenz enthalten) und ausschliesslich für die Erweiterung des M365 Copilot gedacht. 

 

Die nachfolgende Abbildung visualisiert kaskadenartig die verschiedenen Lösungswege, um den M365 Copilot zu erweitern:


Der "Low-Code-No-Cost" Weg zur Dateneinbindung über Copilot Studio

  

 

Mein Weg zur «Low-Code-No-Cost» Lösung 


Wie ihr der Abbildung entnehmen könnt, habe ich mich auf die Conversational Plugins konzentriert, welche in einer Ansicht analog dem Power Virtual Agent konfiguriert werden. Mein Ziel war es, dass ich in meinem Copilot Teams-Chat eine neue Karte in einem Trello-Board auf Basis meines Prompts erstellen kann. Meine Erkenntnis: Wenn ich einfach einen Power Automate Flow baue, kann ich den nicht ins Plugin integrieren. Ich musste also direkt aus dem Virtual Agent Interface heraus eine Aktion hinzufügen, in der ich dann den Flow in Power Automate erstellt habe, welchen ich dann auch spezifisch nur für dieses Plugin veröffentlichen konnte. Dafür konnte ich diesen auch direkt verwenden. Das Resultat sah dann so aus:  


Plugin in Copilot Teams-Chat

 

Dadurch, dass die Premium-Konnektoren für die Erweiterung meines M365 Copilot bereits in den zuvor lizenzierten $30 pro Monat integriert sind, muss ich keine zusätzlichen Lizenzkosten bezahlen. Ausserdem habe ich es geschafft, ausschliesslich mit Low-Code eine Integration herzustellen, mit der ich direkt aus Microsoft Teams auf externe Daten zugreifen kann. 

 

Der einzige Wehrmutstropfen waren die Einschränkungen des Previews. Denn aktuell können keine Aktionen aus Conversational-Plugins ausgeführt werden (die Aktion wäre, mit dem passenden Prompt den Power Automate Flow zu rufen) und dass die Funktionen nur für englischsprachige Copilots freigeschalten sind. Aber ich habe es tatsächlich geschafft, das Plugin nach meinem Prinzip «Low-Code-No-Cost» zu konfigurieren und kann es kaum abwarten, diesen endlich live zu nutzen! 👏🏻 



 

Fazit 


Es war eine regelrechte Odyssee für mich, den richtigen Weg zu finden und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Plugins und Konnektoren zu erkennen. Als ich das aber endlich geschnallt habe, hatte ich sofort diese Kaskaden-Abbildung im Kopf, die für mich absolut sinnvoll erscheint. Wenn ich mir die Learn-Videos von Microsoft und Youtube-Videos zum Thema anschaue, dann landet man immer irgendwie im Azure AI Studio oder im Visual Studio, wo man entsprechend Codieren muss (Stichwort «App Manifesto»). Und das wollte ich unbedingt vermeiden… ich kriege schon Kopfschmerzen, wenn ich nur an die Codes denke! 😅 

 

Deshalb bin ich richtig froh, konnte ich diesen Weg finden und es ist mir ein grosses Anliegen, ihn auch mit euch zu teilen. Mir bereitet allerdings das aktuelle Lizenzmodell ein wenig Sorgen, weil ich ein paar Änderungen befürchte… insbesondere in Bezug auf die Premium-Konnektoren, die ja aktuell noch in den M365 Copilot-Lizenzen verfügbar sind und einen entscheidenden Faktor für diesen Weg der Integration von externen Daten in Copilot spielen. 💡

 

Ich bin auf jeden Fall begeistert von den Möglichkeiten in Copilot Studio und freue mich schon sehr darauf, wenn die Preview-Zeit vorbei ist! 👏🏻 




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